Aladdin und die Wunderlampe by Ludwig Fulda

(3 User reviews)   5018
By Jennifer Weber Posted on Nov 15, 2025
In Category - Memoir
Fulda, Ludwig, 1862-1939 Fulda, Ludwig, 1862-1939
German
Overview: A literary retelling of the classic Middle Eastern folktale, Ludwig Fulda's "Aladdin und die Wunderlampe" reimagines the story through a late 19t...
Share

Read "Aladdin und die Wunderlampe by Ludwig Fulda" Online

This book is available in the public domain. Start reading the digital edition below.

START READING FULL BOOK
Instant Access    Mobile Friendly

Book Preview

A short preview of the book’s content is shown below to give you an idea of its style and themes.

*** START OF THE PROJECT GUTENBERG EBOOK 14221 *** Note: unbej.com also has an HTML version of this file which includes the original illustrations. See 14221-h.htm or 14221-h.zip: (https://www.unbej.com.org/dirs/1/4/2/2/14221/14221-h/14221-h.htm) or (https://www.unbej.com.org/dirs/1/4/2/2/14221/14221-h.zip) ALADDIN UND DIE WUNDERLAMPE Tausend und einer Nacht nacherzählt von LUDWIG FULDA Mit Bildern von Max Liebert Verlag von Ullstein & Co, Berlin 1912 [Illustration: K] Kommt, Kinder, faßt mich bei der Hand! Ich führ' euch in das Morgenland Und in sein Märchenparadies Auf einem wohlbekannten Pfade. Vor langen, langen Jahren wies Ihn die berühmte Schehersade Dem argen Sultan Scheherban, Sodaß der greuliche Tyrann-- Weil ihre Kunst, in bunten Bildern Ihm eine Zauberwelt zu schildern, Unwiderstehlich ihn berauschte-- Vergessend Speis' und Trank und Ruh', Ihr volle tausend Nächte lauschte Und eine weitre noch dazu. Von jenen köstlichen Geschichten, Mit denen sie sein Ohr betört, Will ich euch eine nun berichten; Seid also mäuschenstill und hört: In einer Hauptstadt fern im Osten, So fern, daß nur mit viel Gefahr Und ungeheuren Reisekosten Man ihr zu nahn imstande war, Jedoch so reich an Herrlichkeiten, Daß niemand ihresgleichen sah, Dort lebte vor geraumen Zeiten Ein Bürger namens Mustapha Mit seiner Frau und seinem Sohn. Sein Brot erwarb er sich als Schneider; Sein Handwerk aber trug ihm leider Trotz allem Fleiß nur magren Lohn, Und knapp war drum bei ihm bemessen Das Mittag- wie das Abendessen. Den Sohn--man hieß ihn Aladdin-- Konnt' er nur mangelhaft erziehn; So ward aus dem ein rechter Flegel, Der gut tat, nur solang' er schlief, Der schon frühmorgens in der Regel Barfüßig auf die Gasse lief, Sich dort herumtrieb nach Belieben Mit andern kleinen Tagedieben Und, bis ihm durch ihr Heer von Sternen Den Heimweg zeigen ließ die Nacht, Auf jeden Unfug war bedacht, Sich aber sträubte, was zu lernen. Der Vater hieb den Arm sich lahm, Sah schließlich ein, mit solchem Rangen Sei nichts Gescheites anzufangen, Und wurde krank und starb vor Gram. Der Bursch, nun fünfzehn Jahr' schon alt, Groß, schlank, fast männlich von Gestalt, Statt auf die Hosen sich zu setzen Für seiner Mutter Unterhalt, Fuhr fort, auf öffentlichen Plätzen Herumzulungern ohne Ziel Und seine Tage zu vergeuden In rohen Müßiggängerfreuden, In plumpem Spaß und wildem Spiel. Einst, als er in gewohnter Art Sich raufte mit der Gassenjugend, Merkt' er, daß eifrig nach ihm lugend Ein fremder Mann mit schwarzem Bart Und afrikanischen Gewändern Ihm scheinbar im Vorüberschlendern Sich näherte. Der Fremde blieb Dicht vor ihm stehn und sprach: "Vergib, Mein junger Freund, und laß mich wissen: Wer ist dein Vater?" Aladdin Versetzte: "Längst schon hat mir ihn Des Todes rauhe Hand entrissen. Im Leben hieß er Mustapha." Die hellen Tränen rollten da Dem Fremdling über beide Wangen: "O Glück, daß ich, mein Sohn, dich treffe," Sprach er mit zärtlichem Umfangen; "Du bist ja mein geliebter Neffe. Dein Vater war mein Bruderherz; Ich aber bin ununterbrochen Schon auf der Reise hundert Wochen, Um ihn zu sehn. Drum hat der Schmerz Mich bei der Nachricht übermannt Von seinem traurigen Geschicke; Hab' ich doch gleich beim ersten Blicke Dich an der Ähnlichkeit erkannt!" Drauf hieß er ihn die Mutter grüßen Und zog ein Beutelchen heraus Und gab ihm Geld. Auf raschen Füßen Lief Aladdin vergnügt nach Haus, Um seiner Mutter klipp und klar Den ganzen Handel zu erzählen. Die Mutter konnt' ihm nicht verhehlen, Wie sehr sie drob verwundert war. Mit rechten Dingen kaum geschah's! Wo war der Oheim hergekommen, Da sie doch nie zuvor vernommen Von einem Bruder Mustaphas? Doch weil das Gelb gar lustig klang, Zerbrach sie sich den Kopf nicht lang; Und abends wollten beide grad Von ihrem kargen Mahle naschen, Als jener Mann...

This is a limited preview. Download the book to read the full content.

Overview: A literary retelling of the classic Middle Eastern folktale, Ludwig Fulda's "Aladdin und die Wunderlampe" reimagines the story through a late 19th-century German lens, blending fantasy with subtle socio-political commentary.

Plot: The narrative follows the familiar arc of the impoverished Aladdin, who discovers a magical lamp containing a powerful genie. His journey from rags to riches is complicated by a treacherous sorcerer and the challenges of navigating royal courts, all while his fate hinges on the lamp's extraordinary power.

Analysis: Fulda's version transcends mere adaptation. Written in 1906, it reflects Wilhelmine-era anxieties about power, class mobility, and the corrupting influence of unchecked desire. His elegant, theatrical prose elevates the folk narrative into a sophisticated parable, exploring whether true fortune stems from magical intervention or personal integrity. This philosophical depth, combined with its timeless adventure, secures its status as a distinctive and enduring classic in the European literary canon.



🔓 Legal Disclaimer

This is a copyright-free edition. You do not need permission to reproduce this work.

Paul Torres
8 months ago

To be perfectly clear, the atmosphere created is totally immersive. I couldn't put it down.

Christopher Torres
1 year ago

My professor recommended this, and I see why.

Kimberly Davis
1 year ago

Wow.

5
5 out of 5 (3 User reviews )

Add a Review

Your Rating *
There are no comments for this eBook.
You must log in to post a comment.
Log in


Related eBooks