Pastor Hallin by Gustaf af Geijerstam

(4 User reviews)   5784
By Jennifer Weber Posted on Nov 15, 2025
In Category - Memoir
Geijerstam, Gustaf af, 1858-1909 Geijerstam, Gustaf af, 1858-1909
German
Overview: A seminal work of Scandinavian realism, this novel dissects the profound crisis of faith and societal duty faced by a rural clergyman. Plot: The...
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Buchanzeigen wurden zusammengefasst am Ende des Texts wiedergegeben. Besondere Schriftschnitte wurden mit Hilfe der folgenden Sonderzeichen gekennzeichnet: gesperrt: +Pluszeichen+ Antiqua: ~Tilden~ unterstrichen: _Unterstriche_ #################################################################### [Illustration] Pastor Hallin Roman von Gustaf af Geijerstam [Illustration] S. Fischer, Verlag, Berlin Autorisierte Übertragung aus dem Schwedischen von Gertrud Ingeborg Klett. Alle Rechte vorbehalten. Inhalt Seite Erstes Kapitel 5 Zweites Kapitel 18 Drittes Kapitel 24 Viertes Kapitel 34 Fünftes Kapitel 46 Sechstes Kapitel 54 Siebentes Kapitel 66 Achtes Kapitel 79 Neuntes Kapitel 92 Zehntes Kapitel 97 Elftes Kapitel 115 Zwölftes Kapitel 125 Dreizehntes Kapitel 151 Vierzehntes Kapitel 164 Fünfzehntes Kapitel 173 Sechzehntes Kapitel 180 Siebzehntes Kapitel 192 Achtzehntes Kapitel 204 Neunzehntes Kapitel 215 Zwanzigstes Kapitel 227 Erstes Kapitel Eine kleine Studentenbude in Upsala. Ein trübes Morgenlicht fällt durch das einzige Fenster und scheint auf ein ungemachtes Schlafsofa und einen ganz mit Büchern und Papieren übersäten schmalen Schreibtisch. Die Lampe brennt; ihr Schein wird matter und matter vor der zunehmenden Tageshelle. Den Schlafrock eng um sich gezogen sitzt im Schaukelstuhl neben dem Schreibtisch ein junger Mann und liest eifrig. In seiner schmalen weißen Hand hält er ein Kollegheft; sein von einem kurzen, weichen Bart bedecktes Gesicht beugt sich über die beschriebenen Blätter. Während er liest, bewegen sich lautlos und hastig seine Lippen. Er sieht nicht, daß das Tageslicht draußen die Lampe längst unnötig macht, trotzdem die Sonne nicht durch das dichte Gewölk dringt. Es ist fast hell in der Stube, so hell es Mitte Januar überhaupt werden kann. Aber er sieht es nicht. Nachdem er eine Zeitlang gelesen hat, steht er auf und geht ein paar Schritte durchs Zimmer. Er dehnt die Brust, tut ein paar tiefe Atemzüge und trocknet sich mit dem Taschentuch den Schweiß ab, der seine Stirn bedeckt. Aber er sieht nicht, daß es draußen hell ist, sondern setzt sich still wieder an die Arbeit, indem er den Schaukelstuhl so nach der Lampe zu dreht, daß er beim Lesen gut sieht. Ein Beobachter hätte in seinem Gesicht vergeblich nach wirklichem Interesse gesucht. Es lag darin derselbe Ausdruck wie bei einem überanstrengten Schuljungen, der gerade eine schwere Aufgabe lernt. Er legte das Buch aufs Knie, murmelte das, was er sich soeben eingeprägt hatte, auswendig vor sich hin, und fing dann an, laut herzusagen, während er mit der freien Hand auf dem Arm des Schaukelstuhls den Takt dazu schlug. Dann saß er wieder still und lernte mechanisch, bis die Uhr, die neben ihm auf dem Schreibtisch lag, auf Neun wies. Da erhob er sich, schaute zum Fenster hinaus, und als er wieder ins Zimmer blickte, merkte er plötzlich, wie unnatürlich bleich das Petroleumlicht dem Tageslicht gegenüber war. Er schraubte die Lampe herunter, löschte sie aus und begann mit dem Kollegheft in der Hand im Zimmer auf und ab zu gehen. Gleich darauf klopfte es an die Tür, und eine Frauenstimme rief: „Bist du fertig?“ Der junge Mann legte das Heft aufgeschlagen auf den Schreibtisch und begann vor dem kleinen viereckigen Spiegel, der über der Kommode hing, seine Toilette in Ordnung zu bringen. „Guten Morgen, Tante... Gleich!“ Er vertauschte den Schlafrock gegen einen Rock aus billigem grauem Tuch und ging hinaus ins Eßzimmer, das neben seiner Stube lag. Eine ältere Dame stand wartend vor dem gedeckten Frühstückstisch, auf dem die Teemaschine dampfte und pustete. „Guten Morgen, lieber Junge!“ sagte sie. Sie betrachtete ihn eine Weile ängstlich forschend: „Schrecklich, wie müde und mitgenommen du aussiehst! Bist du wieder seit sieben Uhr auf?“ Der junge Mann setzte sich mit niedergeschlagener Miene an den Tisch. „Es ist ja jetzt bald vorüber; wenn ich nur durchs Examen komme!“ sagte er. „Ja, wenn’s nur schon vorüber wäre!“ sagte seufzend die alte...

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Overview: A seminal work of Scandinavian realism, this novel dissects the profound crisis of faith and societal duty faced by a rural clergyman.

Plot: The narrative follows Pastor Hallin, a conscientious man whose deepening spiritual doubts and ethical convictions increasingly clash with the rigid orthodoxy of his congregation and the established church hierarchy, leading to an intense personal and professional reckoning.

Analysis: Geijerstam’s masterpiece transcends its era through its unflinching psychological portrait. Its enduring power lies not in theological debate, but in its universal exploration of integrity versus conformity. Hallin’s struggle—to reconcile inner truth with external expectation—resonates as a timeless human dilemma, securing the novel's status as a quiet, profound classic of moral literature.



🔖 Usage Rights

This historical work is free of copyright protections. It is now common property for all to enjoy.

Lucas Wright
2 months ago

Solid story.

Paul Clark
1 year ago

Thanks for the recommendation.

Christopher Smith
4 months ago

Loved it.

Barbara Miller
4 months ago

Having read this twice, the character development leaves a lasting impact. Worth every second.

4.5
4.5 out of 5 (4 User reviews )

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