Der Erbe: Roman. Dritter Band. by Friedrich Gerstäcker

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By Jennifer Weber Posted on Nov 15, 2025
In Category - Memoir
Gerstäcker, Friedrich, 1816-1872 Gerstäcker, Friedrich, 1816-1872
German
Overview: A cornerstone of German adventure literature, this third volume of Gerstäcker’s saga masterfully blends frontier realism with a poignant family d...
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Die Uebersetzung dieses Werkes in fremde Sprachen wird vorbehalten. Dritter Band. Jena, Hermann Costenoble. 1867. Inhaltsverzeichniß. Seite 1. Neue Fäden 7 2. Die Haussuchung 34 3. Das Verhör 72 4. Das gnädige Fräulein 98 5. Rathlos und Rath Frühbach 126 6. Auf dem Criminalamt 161 7. Nach allen Seiten 189 8. Vor den Geschworenen 218 9. Der Erbe 250 10. Bruno 277 11. Eine Scheidung 305 12. Schluß 324 1. Neue Fäden. Staatsanwalt Witte ging in einem wahren Sturmschritte auf das Amt hinauf, denn er hatte in der That keinen Moment Zeit mehr zu versäumen. Er kam dort auch wirklich im letzten Augenblick an, war aber heute -- und zwar ganz gegen seine sonstige Gewohnheit -- so zerstreut, daß er sich ordentlich vor sich selber schämte und nur gewaltsam alle anderen Gedanken abschüttelte, bis er sein Geschäft beendet hatte. Es war freilich nicht zu verwundern, denn die eben gemachte Entdeckung mit ihren nach allen Seiten hin auszweigenden Folgen wollte ihm nicht aus dem Kopf, und jemehr er darüber nachdachte, desto größere Schwierigkeiten schienen sich dem rechtmäßigen Erben in den Weg zu stellen. Wer wußte um die Sache? Niemand als das schlaue Weib, die Heßberger, und jedenfalls ihr Mann, und von denen war kein Geständniß zu erwarten, während sich der alte Baron und besonders seine Schwester erst recht nicht so weit compromittiren würden, einen beabsichtigten Kindertausch der Erbschaft wegen zuzugeben. Die Frau Baumann stand mit ihrer Erzählung ganz allein, und wenn er auch jedes Wort davon glaubte, so würde Herr Bruno von Wendelsheim doch sicher sein Recht fest behauptet und die Erbschafts-Commission ihn dabei nur unterstützt haben. Es wäre, beim Himmel, am Ende gar ein zweiter Fall geworden, wie der mit dem Major und der Madame Müller aus Vollmers, und er konnte sich dabei als Staatsanwalt unsterblich blamiren. Und der eigentliche Erbe von fast einer halben Million, zu welcher Summe das Capital durch die langjährigen Zinsen aufgelaufen war, saß indeß fest hinter Schloß und Riegel, auf Verdacht eines Mordes oder Raubanfalles hin, den er nie verübt hatte. Witte mußte wenigstens wissen, wie es mit dieser Sache stand, und ging deshalb, sobald er seine eigenen Geschäfte erledigt sah, zum Actuar Bessel, der die Leitung der Angelegenheit übernommen hatte. Als er zu diesem in das kleine Zimmer trat, fand er ihn nicht allein, sondern den Rath Frühbach bei ihm, und dieser mußte ihm wahrscheinlich schon eine Anzahl merkwürdiger Geschichten aus Schwerin erzählt haben, denn Witte hörte gerade noch, als er die Thür öffnete, wie der Actuar sagte: »Aber ich bitte Sie, mein lieber Herr Rath, daß Sie zur Sache kommen, denn ich bin wirklich beschäftigt.« »Ja wohl, Herr Actuar, mit Vergnügen -- ah, unser Staatsanwalt, der kann mir gleich seinen guten Rath in der Sache geben.« »In welcher, wenn ich fragen darf?« sagte Witte, eben nicht besonders erbaut von dem Begegnen, denn er wußte aus Erfahrung, wie schwer es manchmal hielt, von dem gefährlichen Menschen wieder abzukommen, während Alles, was er vorbrachte, selten oder nie das geringste Interesse für irgend Jemanden haben konnte. »Denken Sie nur,« fing der Rath an, »da kaufe ich mir neulich ein Stück Hosenzeug, und meine Frau soll es zum Schneider geben, zu welchem Zweck ich es hinaus in unsern Vorsaal lege; wie es aber die Henriette fortbringen will, ist es nicht mehr da -- fort und gestohlen!« »Und haben Sie Verdacht auf Jemand Bestimmtes?« »Ja, hören Sie nur -- es waren uns in der letzten Zeit schon verschiedene Sachen weggekommen: ein silberner Löffel, noch von meiner ersten Aussteuer her, dann ein neusilberner Serviettenring, den aber der Dieb wohl ebenfalls für Silber gehalten hatte, und verschiedene andere Kleinigkeiten; aber...

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Overview: A cornerstone of German adventure literature, this third volume of Gerstäcker’s saga masterfully blends frontier realism with a poignant family drama, exploring themes of inheritance, identity, and the cost of building a new life in the untamed American West.

Plot: The narrative follows the arduous journey of its protagonist as he navigates the formidable challenges of the frontier, from treacherous landscapes to complex human entanglements. Central to the story is the struggle to claim and define a legacy—both material and moral—amidst a world where old-world values clash with the raw demands of survival.

Analysis: Gerstäcker’s work endures as a classic for its authentic, unromanticized portrayal of 19th-century emigration and settler life, drawn from his own extensive travels. Beyond mere adventure, it is a profound sociological study, dissecting the immigrant psyche and the forging of a new societal ethos. Its nuanced characterizations and moral complexities elevate it from period piece to timeless examination of human ambition and resilience.



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