Parapilla, poëme en cinq chants by Charles Bordes

(5 User reviews)   4309
Bordes, Charles, 1711-1781 Bordes, Charles, 1711-1781
French
Overview: A satirical epic poem blending high literary artifice with lowbrow humor, Charles Bordes’s *Parapilla* is a forgotten gem of 18th-century French ...
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überreichte den verewigten Söhnen feierlich jedem sein Exemplar. Olof nahm sein Buch in Empfang, und Svante nahm das seinige. Von Olof, der eine praktische Natur ist und nicht zum Litterarischen neigt, wird behauptet, daß er sich bei dieser Gelegenheit zum ersten Male aus freien Stücken hinsetzte, um in einem Buche zu lesen. Ich glaube beinahe, er las drei ganze Kapitel. Svante hingegen las das ganze Buch in einem Zuge von Anfang bis zu Ende. Dann griff er gewisse Kapitel heraus, die ihm besonders gefielen, und las sie laut Jedem vor, der zuhören wollte. Es herrschte mit einem Worte großer Jubel im ganzen Hause. Damals lief jedoch noch ein kleines Kerlchen in den Zimmern herum. Das war Olofs und Svantes kleines Brüderchen, und es hatte langes, lockiges lichtblondes Haar und die größten blauen Augen, die ein kleiner Junge nur haben konnte. Er hieß Sven und war erst zwei Jahre alt. Sprechen konnte er nicht ganz. Aber verstehen konnte er. Als Svante ihm nun laut vorgelesen hatte, fragte Mama: »Von wem, glaubst Du, ist da die Rede?« Und da Sven nicht wußte, was er sagen sollte, fuhr Mama fort: »Ja, weißt Du, von den großen Brüdern, versteht Nenne das nicht?« Sven wurde nämlich für den Alltag Nenne gerufen. Das hatte er selbst erfunden, weil er kein S aussprechen konnte. »Ja, aber die Brüder heißen doch nicht so, wie es im Buch steht,« versuchte Nenne. »Wie dumm Du bist,« sagte Olof, »so hat er uns eben genannt.« Da verstand Sven, und mit Augen, die vor Ungeduld leuchteten, fragte er: »Steht da nichts von Nenne drin?« Papa war inzwischen hereingekommen, er hob den Kleinen bis zur Decke empor, setzte ihn wieder nieder und sagte: »Was sollte wohl von einem Knirpschen stehen, das so klein ist, daß es noch nichts gethan hat?« Aber Sven gab sich nicht zufrieden. Er führte seine großen blauen Augen ins Treffen, so gut er nur konnte, er teilte mit seinem kleinen roten Munde Küsse aus, er kämpfte mit allen Waffen, die ihm zu Gebote standen. Er wollte ein Buch für sich haben. »Ja, aber Nenne kann ja nicht lesen.« Dieser Grund machte auf Nenne nicht den geringsten Eindruck. Er lief durch die Zimmer aus und ein, und sein ganzes kleines lebendiges Gesichtchen war vor Eifer rosenrot. Olof hatte ein Buch bekommen, und Svante hatte ein Buch bekommen. Warum sollte Sven allein leer ausgehen? Und da half nichts. Der Schriftsteller hatte kein anderes Exemplar bei der Hand. Darum gab Mama ihres her, und nachdem ihr Name ordentlich ausradiert worden war, schrieb Papa feierlich auf das Buch: Dem kleinen Nenne von Papa. Und erst da war Sven zufrieden. Das heißt, es sah aus, als wäre er zufrieden. Denn er erhob keine weiteren Einwände. Er ging nur herum und las in seinem neuen Buch. Er konnte von vorwärts und von rückwärts lesen, er hielt das Buch nach oben und nach unten, und er las laut, so daß es im ganzen Hause wiederhallte. Endlich setzte er sich für eine Weile allein hin und dachte nach. Und dann ging es durch alle Zimmer, als könnte er gar nicht rasch genug ans Ziel kommen. Sven lief direkt in Papas Stube, wo Papa am Schreibtisch saß und qualmte. Da machte er sich so klein, daß er zwischen Papas Stuhl und dem Tische durchkriechen konnte, und dann steckte er den Kopf durch und versuchte Papa ins Gesicht zu sehen. »Was giebt es, Sven?« fragte Papa, der es nicht liebte, gestört zu werden. Aber Sven gab sich nicht früher zufrieden, bis der Stuhl weggeschoben wurde, so daß er heran kommen konnte. Dann stellte er sich zwischen Papas Kniee, sah...

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Overview: A satirical epic poem blending high literary artifice with lowbrow humor, Charles Bordes’s *Parapilla* is a forgotten gem of 18th-century French literature. Its central conceit is a mock-heroic quest, elevating a trivial subject to the grandiose level of classical antiquity to skewer societal pretensions.

Plot: Over five cantos, the narrative follows the titular hero, Parapilla, on a seemingly absurd and perilous journey. The odyssey is fraught with exaggerated obstacles and populated by allegorical figures, all serving as a thinly veiled critique of the author's contemporary world. Expect witty encounters and a plot that delights in its own ridiculous escalation.

Analysis: Its status as a minor classic is secured by its masterful tonal control and intellectual mischief. Bordes expertly wields the formal structure and elevated diction of epic poetry—the very hallmarks of "serious" art—as weapons of satire. The poem’s enduring charm lies in this dissonance; it is both a polished literary artifact and a subversive parody that critiques the follies of its age with a timeless, knowing wink.



✅ Legacy Content

This text is dedicated to the public domain. It is now common property for all to enjoy.

Jessica Taylor
7 months ago

As someone who reads a lot, the narrative structure is incredibly compelling. A true masterpiece.

Donald Lee
1 year ago

Honestly, the narrative structure is incredibly compelling. I learned so much from this.

Linda Smith
1 year ago

I started reading out of curiosity and the emotional weight of the story is balanced perfectly. Definitely a 5-star read.

Michael Clark
5 months ago

After finishing this book, it creates a vivid world that you simply do not want to leave. Exactly what I needed.

Sarah Perez
3 months ago

This is one of those stories where the clarity of the writing makes this accessible. Exactly what I needed.

5
5 out of 5 (5 User reviews )

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