1. Osmán-török népköltési gyűjtemény (2 Bände), Budapest 1887–1889. 2. Band VIII von Radloffs Proben der Volksliteratur der türkischen Stämme, Petersburg 1899. 3. Ada-Kalei török népdalok, Budapest 1906. 4. Materialien zur Kenntnis des rumelischen Türkisch (mit deutscher Übersetzung), Leipzig 1907. Er hat auch einen Band: Türkische Volksmärchen aus Stambul. Leiden ohne Jahr, in deutscher Sprache herausgegeben, die aber mehr eine freie Bearbeitung als eine Übersetzung sind. In der Türkei sind verhältnismäßig sehr wenige solcher Sammlungen gedruckt worden. Abgesehen von einzelnen Erzählungen sind in den früheren Jahren nur zwei Sammlungen erschienen. Erstens das Billur kjöschk, so genannt nach dem Titel des ersten Märchens dieser Sammlung, und zweitens Horos kardasch. Von diesen ist das letztere von Georg Jacob übersetzt und in der Türkischen Bibliothek, Band V, Berlin 1906, erschienen. Von dem ersteren, über das man Georg Jacob, Die türkische Volksliteratur, Berlin 1901, S. 5 ff. vergleiche, war schon oft eine deutsche Übersetzung gewünscht worden. Die in Amerika erschienene englische Übersetzung: Told in the Gardens of Araby (untranslated till now) by Izora Chandler and Mary Montgomery, Neuyork 1905, ist mir unzugänglich geblieben. Ich habe daher die ganze Sammlung übersetzt. Es sind die ersten 14 Märchen dieses Bandes. Inzwischen ist nun noch eine Übersetzung von Theodor Menzel erschienen in Beiträge zur Märchenkunde des Morgenlandes, herausgegeben von Georg Jacob und Theodor Menzel, Band II, Hannover 1923. In neuester Zeit hat man auch in der Türkei angefangen, sich mehr für das Märchen zu interessieren. Davon gibt zunächst ein Band: Türk Masallary (Türkische Märchen) von K. D. in Konstantinopel, Druckerei Mahmud Bej 1329/1911, und die Veröffentlichungen des Türk Yurdu der letzten Jahre Kunde. Die Türk Masallary enthalten eine sehr hübsche Sammlung bekannter und unbekannter Märchen, die recht geschickt erzählt sind. Sie sind zwar im allgemeinen in einem einfachen Stil gehalten, aber sehr häufig finden sich doch Wendungen, die dem Volke nicht verständlich sind. Sie wenden sich mehr an den Durchschnittsgebildeten, dem sie diese Märchen in etwas verfeinerter und veredelter Gestalt darbieten. Da der gebildete Türke über diese Gattung Literatur im allgemeinen die Nase rümpft, so ist dies Bestreben durchaus anzuerkennen, aber von ihrer schlichten Einfachheit haben sie doch viel verloren. Von diesen Märchen ist bis jetzt das erste von Beck in dem Korrespondenzblatt der Nachrichtenstelle für den Orient Nr. 9, Berlin 1917, übersetzt. Der türkische Text ist von ihm in der Sammlung: Der islamische Orient, Heidelberg 1917, veröffentlicht. Ich habe in meiner Übersetzung eine Probe in den Nummern 19 bis 21 gegeben. Die Publikationen des Türk Yurdu wenden sich an die Jugend. Sie sind in reinem Türkisch geschrieben. Leider sind neben echt türkischen auch allerhand moderne europäische Stoffe übernommen. Ich habe aus dieser Sammlung das Märchen: In der Jugend oder im Alter?, das von Ömer Sēfüddīn verfaßt ist, übersetzt. Neben diesen Märchen, die aus türkischen gedruckten Sammlungen entnommen sind, habe ich dann die Märchen übersetzt, die ich in Kleinasien aus dem Munde gänzlich ungebildeter Leute gesammelt und in meinem Werke: Materialien zur Kenntnis des anatolischen Türkisch, Halle 1907, veröffentlicht habe. Es sind dies die Nummern 15 bis 19. Stilistisch stehen sie natürlich am tiefsten, denn es sind eben keine Erzähler von Beruf, die sie mir mitgeteilt haben. Aber gerade in ihrer Unberührtheit von jeder Kunst der Darstellung geben sie ein Bild der türkischen Märchen in ihrer primitivsten Form. Von den Kunstmärchen stammen 22 bis 40 aus dem Tutiname oder Papageienbuch, 41 bis 63 aus dem Humajunname und 64 bis 66 aus dem Qyrq vezir. Wie schon vorher gesagt, sind dies Übersetzungen, die in letzter Linie auf indische Vorbilder zurückgehen. Ich verweise hierfür auf den bibliographischen Wegweiser in Georg Jacob, Beiträge zur Märchenkunde des Morgenlandes, Band I, Hannover 1923,...
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Nancy Sanchez
1 year agoBased on the summary, I decided to read it and the depth of research presented here is truly commendable. Thanks for sharing this review.