Aus dem Matrosenleben by Friedrich Gerstäcker

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Gerstäcker, Friedrich, 1816-1872 Gerstäcker, Friedrich, 1816-1872
German
Overview: A seminal work of 19th-century German travel literature, "Aus dem Matrosenleben" ("From the Life of a Sailor") offers an unvarnished, autobiograp...
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Der Verfasser behält sich die Uebersetzung dieses Werkes vor. Leipzig, Arnoldische Buchhandlung. 1857. Inhaltsverzeichniß. Seite Cap. 1. An Bord 1 " 2. Der Markt zu Sydney 11 " 3. Die Matrosenkneipe 20 " 4. Die Flucht von Bord 34 " 5. Die Entdeckung 53 " 6. Sydney im Dunkeln 59 " 7. Was das Geld vermag 89 " 8. Die Ausfahrt 106 " 9. Hans 116 " 10. Die unterbrochene Execution 134 " 11. Der Sturm 153 " 12. Die Riffbank 161 " 13. Das Wrack 178 " 14. Die Mannschaft trennt sich 188 " 15. Die Bootfahrt 202 " 16. Der Morgenbesuch 225 " 17. Die Landung 241 " 18. Der Australische Busch 247 " 19. Das Bivouak 270 " 20. Bills Wacht 280 " 21. Schluß 302 Erstes Capitel. An Bord. Captän an Bord? frug am Morgen des 2. August ein sonngebräunter, breitschultriger -- Herr, muß ich sagen, denn er stack wenigstens in feinen Tuchkleidern, mit einem hohen schwarzen Seidenhut und feiner Wäsche. Seine breiten braunen Fäuste, die allen Glacéhandschuhen ingrimmig Trotz boten und ihrem Eigenthümer in jeder anderen Kleidung gewiß Ehre gemacht hätten, ließen aber weit sicherer auf einen Arbeitsmann als auf ein Mitglied der »höhern Classen« schließen, und doch schien er zu denen zu gehören, oder rechnete sich wenigstens selbst dazu. Der Fremde stand in einem der gewöhnlichen Bayboote von Sydney, und hatte die Fallreeps der herunterhängenden Schiffsleiter gefaßt, während er zu dem oben über Bord sehenden Steuermann des »Pelican«, der schon draußen in der Bay von Sydney lag und am nächsten Morgen unter Segel gehen wollte, hinaufrief. »Ay, ay, Sir«, lautete die seemännische Antwort; der Fremde sprang auf die Leiter und lief, nach einem paar mit den Bootsleuten gewechselten Worten, die ihr kleines Fahrzeug gleich darauf festmachten und seine Rückkehr zu erwarten schienen, an Deck. Das Deck des »Pelican« bot nichts außergewöhnliches dar. Die Leute waren theils beschäftigt von dem am andern Bord liegenden »Watertank«[1] Wasser einzunehmen, theils hie und da Kleinigkeiten am Tauwerk auszubessern, oder ausgebessertes zu theeren. Der Zimmermann kalfaterte das Deck, und die monotonen Schläge seines hölzernen Hammers waren fast das einzige Geräusch an Bord, so still und ruhig ging alles zu. So beschäftigt übrigens die ganze Mannschaft auch mit dieser oder jener Sache schien, denn selbst der Mate oder Steuermann war dabei, die Logleine auszumessen und neu zu »märken«, so müßig sahen sich zwei junge Leute die Sache an, die ruhig an Deck auf- und abschlenderten, und nur dann und wann bei einer oder der andern Gruppe stehen blieben, einmal nach dem Boot hinunter sahen, und ihre Wanderung langsam wieder fortsetzten. Sie trugen leichte Sommerhosen, kurze, dünne Jacken und einen breitrandigen Strohhut von sogenanntem _cabbageleaf_ (der Kohlpalme), um den ein breites, schwarzes Band befestigt war, mit den gelb darauf gemalten Worten: »_water-police_.« Der Fremde ging nach einem flüchtigen über Deck geworfenen Blick, der zum größten Theil dem Takelwerk galt, nach hinten, und stieg, ohne einen von den Leuten weiter zu grüßen, die Cajütstreppe hinunter. »Kanntest du den?« frug einer der Polizeileute den anderen. »Nein«, sagte der Gefragte, »weißt du wie er heißt?« »Wirst schon noch seine Bekanntschaft machen«, lachte der erste -- »es ist Capitain Oilytt vom Boreas, und will nach Calcutta. -- Das Schiff ist auf Dienstag angezeigt.« »Noch niemand fortgelaufen von den Leuten?« »Noch nicht, aber wie ich gestern gehört habe, wollen sie morgen fort. -- Ich könnt's leicht hintertreiben, damit ist uns aber nicht gedient. -- Es sind Ausländer, der größte Theil wenigstens von ihnen, und wenn erst einmal eine tüchtige Belohnung auf sie gesetzt ist, wollen wir sie schon wieder kriegen.« »Wo gehen sie denn gewöhnlich Abends...

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Overview: A seminal work of 19th-century German travel literature, "Aus dem Matrosenleben" ("From the Life of a Sailor") offers an unvarnished, autobiographical account of seafaring life, blending adventure with keen social observation.

Plot: Drawing directly from Gerstäcker's own youthful voyages, the narrative charts a young man's initiation into the harsh, often brutal world of merchant and naval ships. It details the daily grind, the camaraderie and conflicts among the crew, and the awe-inspiring encounters with foreign ports and tempestuous seas, all while capturing the profound loneliness and restless yearning inherent to the sailor's existence.

Analysis: Its status as a classic is secured by its authentic, ground-level perspective. Gerstäcker eschews romanticized pirate tales for a gritty, documentary-like realism that was revolutionary for its time. The work is less a plotted novel and more a vital sociological record, providing an indispensable window into the maritime culture, hierarchies, and psychological landscape of the pre-industrial sailor, making it a foundational text for understanding both travel writing and maritime history.



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