Mitteilungen aus dem Germanischen Nationalmuseum. Jahrgang 1900

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Germanisches Nationalmuseum Nürnberg Germanisches Nationalmuseum Nürnberg
German
Overview: A scholarly annual from the Germanisches Nationalmuseum in Nuremberg, this 1900 volume is a cornerstone of museological and cultural-historical l...
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Beiträge zur Geschichte des Kaufmanns im 15. Jahrhundert, von Dr. ~Otto Lauffer~ 78 Vgl. Jahrgang 1899. S. 105. Das Lebensende Georg Wechters des Älteren und seines Sohnes Hans Wechter, von Dr. ~Theodor Hampe~. 109 Zwei Schreiben Maximilians I. von Bayern, von Dr. ~Rudolf Schmidt~ 115 Anhänger im Germanischen Museum, von Dr. ~Karl Simon~ 118 Herd u. Herdgeräte in den Nürnberger Küchen der Vorzeit, von Dr. ~Otto Lauffer~ 129, 165 Ein Orgelgehäuse aus dem Ende des 16. Jahrhunderts, von ~Gustav von Bezold~ 138 Recept wider die Faulkeyt vnd Klappersucht der Weyber vnd Magd, von Dr. ~Otto Lauffer~ 142 Der Neue Lucas van Leyden im Germanischen Museum, von Dr. ~Franz Dülberg~ 157 Eine Holzstatue des heil. Georg im Germanischen Museum, von Dr. ~Richard Grundmann~ 185 Literarische Besprechungen: - Max Zucker, Albrecht Dürer 43 Karl Justi Winckelmann und seine Zeitgenossen I. 144 Litterarische Notizen 55, 107, 155, 197 Kleine Mitteilungen 202 [Illustration] ANDREAS HERNEISEN VON HANS STEGMANN. Als ich mit freud in uberflues Den spruch, mein valete, peschlues, Des tags kam eben zu mir gleich Der weit perüembt und künstenreich Maler, der in Nürnberg, der stat Den rumb, wie Albrecht Dürer hat, Der im vergleichet mit der hant, Mit sinreichikeit und verstand[1]. Wer heute die obenstehenden auf Andreas Herneisen[2] sich beziehenden Verse des biederen Hans Sachs liest, wird sich, wenn er die Kunstverhältnisse Nürnbergs in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts sich vergegenwärtigt, kaum eines Lächelns erwehren können, auch wenn ihm der hier an Dürers Seite gestellte Andreas Herneisen zunächst noch gänzlich unbekannt sein sollte. Es gehört ein tiefes Eindringen in die Geschichte Nürnbergs in allen ihren Äußerungen politischer, wirtschaftlicher, geistiger und künstlerischer Natur dazu, um den Tiefstand begreifen zu können, den die Nürnberger Malerei noch nicht fünfzig Jahre nach dem Tode Albrecht Dürers, des Mannes, der ihr den ersten Platz in ganz Deutschland erworben, erreichte. Es können hier die Faktoren nicht aufgezählt werden, die den außergewöhnlich raschen, wenn auch nach außen noch verschleierten Verfall der in jeder Richtung so hoch bedeutenden Reichsstadt herbeiführten. Die bildenden Künste, vor allem die Malerei, zeigt denselben am augenscheinlichsten, nur das Kunst~handwerk~ blüht, weil eben allein das Bürgertum, d. i. in diesem Falle das Handwerk, sich ernste Tüchtigkeit bewahrt hatte, während die oberen Kreise, politisch, wirtschaftlich und geistig mit dem Vergessen und der Vernachlässigung der Momente, welche Nürnberg groß gemacht hatten, dem unausbleiblichen Bankerott langsam aber sicher zusteuerten. Die Künstler, die in Nürnberg Dürers Erbe übernahmen, heißen, wenn auch zunächst wegen des kleinen Formats ihrer graphischen Werke die Kleinmeister, klein war aber auch der geistige Horizont und Inhalt ihrer Thätigkeit. Das war, wie bereits angedeutet, nicht allein ihre eigene Schuld, sondern mehr noch die ihrer Umgebung, die ja schon einem Dürer nur ein dürftiges Einkommen gewährt hatte. Die Kirche, die Jahrhunderte lang die nährende Mutter der Künste auch in Nürnberg gewesen, hörte auf, der Mittelpunkt des künstlerischen Schaffens zu sein, die vornehmen Leute, das Patriziat, waren aus klugen, weitsichtigen, unternehmenden Bürgern äußerlich Edelleute geworden, innerlich aber Spießbürger geblieben, der dritte Stand war in seiner geistigen Entwicklung noch zu weit zurück, um in die Entwicklung der hohen Kunst fördernd einzugreifen. Doch aber war mit dem Anbruch der modernen Zeit die Freude an der Persönlichkeit so weit gestiegen, daß die Darstellung derselben, die Bildniskunst, reiche Nahrung, quantitativ wenigstens, fand. Denn die Zunahme der Porträts aus bürgerlichen Kreisen führte ihre Verbilligung und damit ihre Handwerksmäßigkeit herbei. Georg Pencz war der letzte Vertreter der eigentlichen Nürnberger Bildnismalerschule, und als einen, wenn auch vielleicht nur mittelbaren Nachfolger dürfen wir den bescheidenen Meister, dessen unbescheidenes Lob aus Hans Sachs Munde wir an die Spitze stellten, ansehen, Andreas Herneisen, über dessen Leben und Wirken...

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Overview: A scholarly annual from the Germanisches Nationalmuseum in Nuremberg, this 1900 volume is a cornerstone of museological and cultural-historical literature, offering a curated collection of research essays, acquisition reports, and institutional chronicles.

Plot: The "plot" unfolds across meticulously documented chapters, tracing the museum's year through the lens of its curators. Readers journey from detailed analyses of newly acquired artifacts—perhaps a medieval altarpiece or a Renaissance drinking vessel—to broader discourses on Germanic art history, conservation techniques, and the evolving philosophy of the museum as a guardian of national heritage.

Analysis: Its status as a classic is secured not by narrative, but by its foundational role. It is a primary source that captures a pivotal moment in European museum practice, reflecting the late 19th-century drive to define cultural identity through material objects. For modern scholars, it is an indispensable time capsule, offering unvarnished insight into the methodologies, biases, and passionate scholarship that shaped one of the world's great encyclopedic museums at the dawn of a new century.



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This book is widely considered to be in the public domain. It is now common property for all to enjoy.

Anthony Lee
10 months ago

Fast paced, good book.

Paul Martinez
1 month ago

Great reference material for my coursework.

Jessica Lee
1 year ago

As someone who reads a lot, the flow of the text seems very fluid. I would gladly recommend this title.

5
5 out of 5 (3 User reviews )

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