Der Menschheit Auf- und Niedersteigen. Jäh der Treppen Schritt . . . Und diese Hand so schlug _sprengt!_ deine Brüste. O! Jungfrau von Orleans unsere! Fahnen: Gesänge hüllen dich. Aus den Sonetten um C. I Er hüpfet lächelnd kraus von Schleierwinken Durch Wiese, loh im Scharlachabend brennend. Schlägt von der Marmorberge Postament, Bis rauhe Lippen solcher Süße trinken: Ein wenig Mond mit Firmament gemischt, Stöße von Nacht und Träume Intervallen. Daß seine Augen auf die Städte fallen, Gläsern und trunken. Kühl ihr Weißes lischt. . . . Ihr Bögen dürftet nicht den Strom mehr drücken Der gleich Palästen aufgestauten Brücken. Alleeen rinnen hoch der Finsternis, Kaum flockt zerbrochenen Mondes grüner Firnis. Er aber schläft. Sein blutig Lid es hängt Ein jäher Dorn in Hyazinthenfrühe öd. II Sie streift ihn kaum. Doch deinen dunklen Gärten Ward er zum Bräutigam wie unbemerkt. Nun tanzt und wiehert er mit lichten Pferden. Besingt den Mondtag als sein schönstes Werk. Voll bunter Knospen stehn in Brand die Haare. In Ohres Muscheln flüstern Samoware. Ein weicher Strom verzückt ums Aug sich streut. Der Stirne Golf im weiten Strahl sich freut. Ein Tod er trifft ihn schlafend unverwundet. Zypressentraum herbstlicher Nächte mundet. Von Cymbeln hingerafft ins Blau . . . Noch fand An ihren Lippen Ruh die steife Hand. Und Küsse lang wie Nektar ausgeschlürft. Als hieß es heut zum erstenmal: »Ihr dürft . . .« III Ihr Angesicht erfüllt von nächtigem Mohne, Drum kräuseln rührend spitze Lilaschatten: Ein Lächeln, das einst fremde Länder hatten, Bevor sie Frauen wurden, Stadt und Ton. Die Zedernfüße steigen kaum im Schwung Von Tänzerinnen. Doch der Mund ist schon. Sie pendelt kurz, ein blankes Medaillon. Auf dessen Schildrund rückt die Dämmerung Nur manchmal. Horizonte Ungefähres Webt feucht darin. Geborstene Türen klinken. Um ihretwillen müssen Damen schminken, Kraß Tuben klexen in ein höhnisch Leeres Zerrissenes Oval. Asyle stinken. Sie _steht!_ Ihr die Verrufenen winken -- --. IV Der Räuber Tod ließ dich wie einen Zeiger Auf deinem Blatte vor der Stunde stehn. Der Atem hört ein Schlagwerk auf zu gehn. (. . . Und Menschen rings auf Plätzen wirr gesteigert . . .) Ein Pferd will sich vor rosenem Schoß leicht schmiegen. Im laubichten Haar versammeln sich die Fliegen. Aus Augen Waben träuft ein Honigmet. Geborstene Schatten winken noch . . . zu spät. Die Sonne strömt. Aus Seliger Revier Spült der Choral (er schmilzt den Kerker) --: Wir!! Dein Triller wie auf höchstem Seile blinkt. Schwank über Frühjahrs krummen Regenbogen Er schaukelt, dreht . . . gleitend hinabgezogen. Bis ers Finale der Posaunen bringt. An C. Manchmal meine ich, Du könntest eine Geschichte aus mir machen und mir ist, als ob das Sterben, jetzt oder später, leichter würde, wenn man weiß: ich selber konnte wohl nichts tun, aber es geschah irgend etwas durch mich. C. Der Nacht quoll: schief verworren Wölbt sich jetzt Morgen grad. Du kannst ihn schreiten sehen Ganz Wind und Schwebezeit. Sein Aug umstreichen Flüsse. Tosender Wälder Schwung Flackt um der Berge Schulter. Des Tages Purpurküsse. Du kannst ihn schreiten sehen. Nicht Qual fretzt ihn. Kein Dorn. Der Nacht quoll: schief verworren Ganz Wind und Schwebezeit. Aus Lilienfinger geußt dem Gekrümmten Schwangeren Balsam. Säuglingen, den Asylen Träuft er der Lippen Brod. (. . . einst stürzten Worte Unflat, Nun schmilzt ein Mond im Tönen. Wie Quell springts aus der Flöte Horn. Jetzt kaum noch Mietskasernen stöhnen . . .) Du kannst ihn schreiten sehen -- die goldenen Wagen rauschen -- Mit schmetterndem Tempostampfen, Wo sich vor brüchigem Tor Sein Volk in den Azur löst. II Mond im Fluten Traums verweht, Nachtigallen dich besuchen. Wickelst dich aus schweißigem Tuche,...
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Melissa Moore
9 months agoBased on the summary, I decided to read it and it provides a comprehensive overview perfect for everyone. Worth every second.